Schulden
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal an diesem Punkt stehen würde. Mein grösster Wunsch war immer, meine Familie aus eigener Kraft zu ernähren. Doch heute muss ich mir eingestehen, dass wir es alleine nicht mehr schaffen.
Wir sind eine sechsköpfige Familie mit vier wundervollen Kindern im Alter von 4, 6, 8 und 13 Jahren. Unsere Kinder sind unser ganzer Stolz und der Grund, warum wir jeden Morgen wieder aufstehen und weiterkämpfen. Sie sollen unbeschwert aufwachsen, lachen können und sich keine Sorgen um Geld machen müssen. Doch genau das gelingt uns immer weniger.
Seit über acht Jahren bin ich selbstständig als Transportunternehmer. Ich habe immer gearbeitet, nie aufgegeben und alles dafür getan, unabhängig zu bleiben. Es gab gute Jahre, in denen wir unser Leben selbst finanzieren konnten. Doch dann kam der Tag, der alles verändert hat.
Mein Geschäftsfahrzeug erlitt einen kapitalen Motorschaden. Ausgerechnet in einer Zeit, in der wieder bessere Aufträge in Sicht waren. Ohne Fahrzeug kann ich meine Arbeit kaum ausführen. Die wenigen kleinen Aufträge, die ich noch erledigen kann, reichen bei Weitem nicht aus, um unsere Familie zu versorgen.
Jeden Monat beginnt derselbe Kampf. Welche Rechnung bezahlen wir zuerst? Welche muss noch warten? Reicht das Geld bis Ende Monat für Lebensmittel? Manchmal sitze ich nachts wach und frage mich, wie ich meinen Kindern erklären soll, warum gewisse Dinge einfach nicht möglich sind.
Wir wohnen bereits im günstigsten Haus, das wir im Kanton Schaffhausen finden konnten. Trotzdem reicht das Einkommen nicht. Unsere Schulden wachsen und nehmen uns jeden Monat ein Stück Hoffnung. Laut Betreibungsamt liegt unser Existenzminimum als sechsköpfige Familie bei CHF 3’400. Doch selbst dieses Minimum zu erreichen, ist für uns oft unmöglich.
Am meisten schmerzt es mich als Vater, wenn ich in die Augen meiner Kinder schaue. Nicht einmal alle haben ein funktionierendes Fahrrad. Ich habe Zweiradmechaniker gelernt und habe mein Leben lang Dinge repariert. Doch manchmal fehlen selbst die Mittel, um den eigenen Kindern diesen kleinen Wunsch zu erfüllen. Dieses Gefühl lässt sich kaum beschreiben.
Trotz allem haben wir nie aufgegeben. In den letzten sechs Jahren haben wir keine Sozialhilfe bezogen. Nicht, weil wir keine Hilfe gebraucht hätten, sondern weil wir immer daran geglaubt haben, es selbst wieder zu schaffen. Diesen Glauben möchte ich auch meinen Kindern weitergeben. Sie sollen sehen, dass man niemals aufgibt – auch wenn das Leben einen immer wieder zu Boden zwingt.
Heute bitte ich zum ersten Mal fremde Menschen um Hilfe. Nicht für Luxus. Nicht für Ferien. Nicht für ein bequemes Leben.
Ich bitte um Hilfe, damit wir unsere dringendsten Rechnungen bezahlen können. Damit unsere Kinder ohne ständige Existenzängste aufwachsen. Damit ich mein Unternehmen wieder aufbauen und mit einem funktionierenden Geschäftsfahrzeug wieder genügend Aufträge annehmen kann. Ich möchte arbeiten. Ich möchte meine Familie wieder selbst versorgen können.
Jeder einzelne Franken bedeutet für uns Hoffnung. Hoffnung, dass wir diese schwere Zeit überstehen. Hoffnung, dass unsere Kinder wieder unbeschwert Kinder sein dürfen. Hoffnung, dass wir irgendwann wieder diejenigen sein können, die anderen helfen, statt selbst Hilfe zu brauchen.
Wenn Sie uns unterstützen können – sei es mit einer Spende oder indem Sie unseren Aufruf mit anderen teilen – danken wir Ihnen von ganzem Herzen.
Ihre Hilfe bedeutet für uns weit mehr als Geld. Sie zeigt uns, dass wir diesen Weg nicht alleine gehen müssen.
Vielen Dank, dass Sie unsere Geschichte gelesen haben und unserer Familie Hoffnung schenken.
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Mein Name ist Luis Miguel, ich bin Spanier, bin aber in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Meine Eltern leben seit über 50 Jahren in der Schweiz und haben nicht vor, wegzuziehen.
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